Einlagensicherung

Directa gehört dem italienischen Einlagensicherungsfonds für Wertpapierhandelsunternehmen, dem Fondo Nazionale di Garanzia, an.

Es ist wichtig, zwischen dem Fondo Nazionale di Garanzia und dem Fondo Interbancario di Garanzia zu unterscheiden: Dem ersten Fonds, der eine Entschädigung im Umfang von 20.000 Euro vorsieht, gehören einige Banken und - wie gesetzlich vorgeschrieben – die italienischen Wertpapiermaklergesellschaften (SIM) und Börsenmakler an. Dem zweiten interbankarischen Einlagensicherungsfonds, der Entschädigungen bis zu 100.000 Euro leistet, gehören nur die Banken an.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass solche Entschädigungen überhaupt in Anspruch genommen werden müssen? Hierbei gilt es zu beachten, dass die SIM im Gegensatz zu den Banken die Gelder ihrer Kunden auf einem Drittkonto bei einer Bank verwahren müssen. Von diesem Konto dürfen sie nur Mittel abheben, um die Käufe, Gebühren und Sicherheitsleistungen (Margen) ihrer Kunden im Rahmen ihres verfügbaren Kapitals zu zahlen.
Für andere Fälle, wie z.B. mangelndes verfügbares Kapital des Kunden oder Kreditvergaben, müssen die SIM auf ihr Eigenkapital zurückgreifen.

Der Fondo Nazionale di Garanzia stellt also einen zusätzlichen Anlegerschutz dar, der nur bei einer schwerwiegenden Ordnungswidrigkeit der Geschäftsführer der SIM, die auch strafrechtlich verfolgt werden kann (z.B. wenn sich jemand mit dem Geld aus dem Staub macht), in Aktion tritt.

In anderen Worten: Übersteigen die Kosten die Einnahmen oder wurden im Rahmen von Geschäften auf eigene Rechnung Verluste eingefahren und kommt es daraufhin zu einem "normalen" Konkursfall (oder einer Zwangsliquidation, was in einem solchen Fall wahrscheinlicher wäre), kommen nur die Gläubiger der SIM und nicht ihre Kunden zu Schaden, weil das Drittkonto "vor dem Gläubigerzugriff geschützt ist": Die Mittel auf dem Drittkonto können also stets vollumfänglich an jeden einzelnen Kunden zurückgezahlt werden (Art. 22 der italienischen Gesetzesverordnung Nr. 58 vom 24. Februar 1998).

Directa hat sich gegen mögliche Verluste aus Börsengeschäften geschützt, indem wir auf den Eigenhandel verzichtet und auch keine Zulassung dafür beantragt haben.

Um Risiken zu vermeiden, werden die Bilanzen sowie die Vermögenslage der SIM monatlich von der Banca d'Italia geprüft. Diese kontrolliert die Entwicklung der liquiden Vermögenswerte der Wertpapiermaklergesellschaften sowie bestimmte Bilanzkennzahlen und Risikokoeffizienten, sodass die Tätigkeit der SIM bei Bedarf noch zeitig eingestellt werden kann, bevor die Gesellschaft insolvent wird.

Der gleiche Mechanismus gilt auch und insbesondere für die Banken und wird in allen Industrieländern angewandt. Dort ist es praktisch unmöglich (wenn auch nicht garantiert), dass eine Bank gegenüber ihren Kontoinhabern zahlungsunfähig wird. Daher sind die italienischen SIM und außerhalb von Italien die Broker dazu verpflichtet, die Kundengelder auf Bankkonten zu verwahren.

Wer sich jedoch sicherer fühlt, wenn seine liquiden Mittel und Wertpapiere bei einer Bank anstatt einer SIM deponiert sind, kann den Service von Directa nutzen und sein Kapital bei einer Vertragsbank von Directa auf ein spezielles "Directa-Konto" hinterlegen, das ausschließlich Tradingzwecken dient.
In diesem Fall ist ausschließlich die Bank für die Mittel und Wertpapiere verantwortlich.
Um zu verhindern, dass dem Kunden Gebühren für Überweisungen anfallen, wendet die Bank ein spezielles Verfahren an: Sie deponiert wiederum die Wertpapiere bei Directa und die liquiden Mittel bei sich und überweist bzw. erhält von Directa jeden Tag nur die Differenz zwischen Käufen und Verkäufen, Aus- und Einzahlungen des Margenkontos oder andere Differenzbeträge für die Gesamtheit der Inhaber eines "Directa-Kontos".

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Seite Vorvertragliche Infos.